Pfarreineugründung in 2020: Die nächsten Schritte

Gemeinsam mit den Pfarrgemeinderäten „Heilige Familie“ (Zschachwitz) und „Mariä Himmelfahrt“ (Striesen) hat unser PGR „Herz-Jesu“ die nächsten Schritte auf dem Weg zur gemeinsamen Pfarrei vereinbart. Dazu haben sich die drei PGR‘e mit den Pfarrern Gehrke und Tammer, den Gemeindereferentinnen Gans und Kube  und dem Gemeindeassistent Cabrera am 16. und 17. November in der Tagungsstätte St. Ursula in Naundorf getroffen und in angenehmer konstruktiver Atmosphäre die anstehenden Fragen beraten.

Zunächst wurde in einer allgemeinen Bestandsaufnahme einvernehmlich festgestellt, dass die Veränderungen nach dem Weggang von Pfarrer Gaar offensichtlich in allen drei Gemeinden sich eingespielt haben und dass keine Unverträglichkeiten bekannt geworden sind. Allerdings wurde verschiedentlich betont, dass die Hauptamtlichen stellenweise an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit gekommen sind. Über Entlastungsmöglichkeiten, vor allem im Organisatorischen, soll unbedingt weiter nachgedacht werden.

Gemäß den vom bischöflichen Ordinariat vorgegebenen Schritten stehen jetzt als Nächstes Entscheidungen zur Festlegung der Pfarrkirche an. Damit sind eine Reihe von organisatorischen Regelungen verbunden, z.B. die Führung der Kirchenbücher und der Wohnsitz des Pfarrers. Nach sachkundiger Vorbereitung durch die Steuerungsgruppe aus den drei Gemeinden und intensiver Beratung in der PGR-Klausur haben sich alle drei Pfarrgemeinderäte und die Hauptamtlichen einmütig dazu bekannt, die Kirche in Johannstadt dem Bischof als zukünftige Pfarrkirche vorzuschlagen. Dieser hat in allen Fragen das letzte Wort der Entscheidung. Danach wird es weitere Informationen zu den Einzelheiten geben können.

Die neue Pfarrei wird auch einen neuen Namen erhalten, denn nach dem Beschluss der drei PGR vom letzten Jahr soll die neue Pfarrei nicht den Namen der Pfarrkirche erhalten, wie dies in den bischöflichen Leitlinien als erste Variante der Namensfindung vorgesehen ist. Damit kommt zum Ausdruck, dass wir die drei Gemeinden als gleichberechtigt in der neuen Gemeinschaft  verstehen. Diese neue Pfarrei wird sich ab Juni 2020 unter einem gemeinsamen Namenspatron, das heißt mit einem neuen Patrozinium zusammenfinden. Wie bereits mehrfach erläutert, behalten damit also die drei Kirchen und die Gemeinden ihre bisherigen Bezeichnungen. Es wurde bei dieser Klausurtagung ausführlich beraten, wie das Verfahren zur Namensfindung ablaufen kann. Ein wesentliches Ziel ist, dass zum einen alle Gemeindemitglieder die Möglichkeit zur Mitsprache erhalten und zum anderen ein sinnvolles und inhaltreiches Patrozinium gefunden wird. Auch dafür, wie ein solches Verfahren aussieht, liegt die Entscheidung beim Bischof. Nähere Informationen dazu folgen, sobald diese grundsätzliche Zustimmung vorliegt.

Schließlich wurde vereinbart, dass wir in und für die drei Gemeinden wieder am 1. Mai eine gemeinsame Veranstaltung planen. Dadurch kann das Zusammenwachsen vorbereitet und das Kennenlernen der gesamten Verantwortungsgemeinschaft weiter gefördert werden. Dies trägt auch dazu bei, dass bis zum Sommer 2020 sich drei Gemeinden zusammenfinden, deren Mitglieder sich nicht mehr fremd sind.

Reinhold Maier (PGR Herz-Jesu)