Die Schwestern von der Hl. Elisabeth

 

Im Jahre 1860 kamen die ersten Schwestern von der heiligen Elisabeth „damals als Graue Schwestern bezeichnet“ nach Dresden. Zu der Zeit übernahmen sie die Pflege im „Königlichen Krankenstift“ in Dresden Friedrichstadt. Heute haben die Schwestern vielfältige Aufgaben inne: Sie reichen von der Krankenhaus- und Telefonseelsorge über Krankenpflege, soziale Betreuung, Gestaltung des Blumenschmucks in den beiden Kapellen des St. Joseph-Stiftes bis hin zur Ausrichtung des Elisabeth-Tisches und Gästebetreuung.

Seit 20 Jahren versorgen die Ordensfrauen täglich Sozialhilfeempfänger, Studenten, Asylbewerber oder Menschen, die nur über eine geringe Rente verfügen, mit einer Mahlzeit, die sie aus Spenden finanzieren. Es ist ihnen ein Anliegen, sich um diejenigen zu kümmern, die am Rande der Gesellschaft stehen. Neben der Essensausgabe und dem persönlichen Gespräch betreiben die Schwestern auch eine Kleiderkammer. Schwester Dolores begleitet seit vielen Jahren die RKW, die Erstkommunionkinder wie auch die Kinderfußwallfahrten. Außerdem hat sie im vergangenen Jahr 1000 Weihnachtspakete für Kindergärten in Polen gesammelt und zu den Empfängern gebracht. Schwester Ingrid bietet jedes Jahr verschiedene Ikonenmalkurse an (s. GB 1/2015, S. 18). Regelmäßig begleiten die Schwestern von der Heiligen Elisabeth Patienten, aber auch Angehörige sowie Mitarbeiter der Klinik mit ihrem Gebet. An Sonn- und Feiertagen stellen die Frauen ihre Kapelle der griechisch-orthodoxen Gemeinde für Gottesdienste zur Verfügung. Zu ihr gehören sehr viele Ukrainer, und die Gemeinde wächst weiter. 37 Schwestern leben derzeit im Konvent, die Jüngste ist 48, die „Älteste 90 Jahre alt. Bis auf zwei Ordensfrauen haben bereits alle das Rentenalter erreicht. Sie helfen sich gegenseitig. „Die tägliche Kraft schöpfen wir aus der täglichen Eucharistiefeier, dem täglichen Stundengebet, der Meditation und aus dem täglichen gemeinsamen Leben. Es geht immer um unsere Mitte, um Christus, der uns zu diesem Leben berufen hat“, so die Oberin Schwester Ingrid.

Raphaela Kaltenhäuser