St. Joseph-Stift

Nur wenige Minuten Fußweg von der Herz-Jesu-Kirche entfernt hat das katholische Krankenhaus St. Joseph-Stift in der Wintergartenstr. 15/17 seinen Standort.

Dieses Krankenhaus ist eine Einrichtung der Katholischen Wohltätigkeitsanstalt zur hl. Elisabeth (KWA). Der Träger ist die Ordensgemeinschaft der Schwestern von der hl. Elisabeth.

Seinen Ursprung nahm unsere Gemeinschaft in der oberschlesischen Stadt Neiße. Am 27 September 1842 schlossen sich 4 junge Frauen - Maria Merkert, Mathilde Merkert, Klara Wolf und Franziska Werner - zusammen "für einen gemeinsamen apostolischen Einsatz in der Welt". Sie weihten sich dem Herzen Jesu und damit begann ihr gemeinsames Leben und Wirken im Geist des Evangeliums.

Der selbstlose Einsatz dieser 4 Frauen fand große Anerkennung und Unterstützung bei der Bevölkerung. Doch es gab einige Krisen zu bestehen: bei einer Typhusepidemie steckte sich Mathilde Merkert an und starb im Alter von 33 Jahren.

Die kirchliche Instanz in Neisse legte den 3 Frauen den Eintritt in eine schon bestehende Gemeinschaft in Prag nahe. Sie erkannten aber bald, dass es ihnen in dieser Gemeinschaft nicht möglich sein wird, ihr eigenes Charisma zu verwirklichen und aus diesem Grunde verließen sie diese. Klara Wolf ging in ihre Heimatstadt Habelschwerdt, wo sie einen Verein für Krankenpflege gründete. Maria Merkert und Franziska Werner nahmen gegen den Widerstand der Kirche die ambulante Krankenpflege in Neisse wieder auf und gingen zu allen, die ihrer Hilfe bedürften, ohne Unterschied der Konfession, Nationalität oder des Standes. Sie gaben sich den Namen: »Schwestern von der hl. Elisabeth«. Im Jahr 1859 erhielt die neue Gemeinschaft die kirchliche Anerkennung. Elisabethschwestern leben und arbeiten heute in Deutschland, Polen, Dänemark, Norwegen, Schweden, Italien, Israel, Litauen, Tschechien, Brasilien Bolivien, Paraguay, Russland, Georgien und in der Ukraine.

Immer wieder geht es darum die Botschaft des Evangeliums von der Würde des Menschen lebendig werden zu lassen - im Bezug auf das eigene Leben und im Umgang mit den Menschen. Wichtige Grundlage dafür ist uns der tägliche Rhythmus von Gebet und Arbeit. So ziehen sich durch unseren Tag wie ein roter Faden die Gebetszeiten:

  •  Laudes: Das Morgenlob
  •  die Mittagshore
  •  Vesper: das Abendlob
  •  Komplet: Das Nachtgebet

Dazu pflegt jede Schwester Zeiten des persönlichen Gebetes.
Viele Menschen wissen sich in ihren Anliegen in unseren Gebeten mitgetragen.
Unsere Apostolatsgemeinschaft:
Hierzu gehören Männer und Frauen, die sich unserer Gemeinschaft verbunden fühlen und den Geist der hl. Elisabeth in ihrem Alltag leben möchten.

Nach Dresden kamen die Elisabethschwestern bereits im Jahre 1860 auf Wunsch des sächsischen Königshauses. Neben ambulanter Krankenpflege und anderer Tätigkeiten wurde das St. Joseph-Stift errichtet und 1895 eingeweiht. Bei der Einweihung verfügte das Krankenhaus über 50 Betten. Trotz des 2. Weltkrieges und 40 Jahre Kommunismus entwickelte sich diese Einrichtung immer weiter und wurde zu einem bei der Bevölkerung bekannten und beliebten Krankenhaus.

Gemeinsam wollen wir auch weiter unseren Dienst nach dem Wort des Herrn tun:

"Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan."