Familienwochenende 2011

Ja, schon wieder ist ein Jahr vergangen und unser Familienkreis traf sich vom  2. bis 4.09.2011 im Bischof-Benno-Haus zum gemeinsamen Familienwochenende.

Es ist immer wieder schön in schon vertrauter Runde zwei anregende, erholsame und zugleich inspirierende Tage zu verleben. Wie in jedem Jahr hatten wir ein kleines Programm vorbereitet, das für jeden etwas bot: Zum Auftakt am Freitagabend ein zünftiges Lagerfeuer im Park unter strahlendem Sternenhimmel, am Samstagmorgen eine Stadtführung durch die Altstadt von Bautzen mit allerlei Anekdoten aus der Stadtgeschichte und manchem Schmunzeln über das Miteinander von evangelischen und katholischen Christen in der einzigen Simultankirche Ostdeutschlands (St. Petri-Dom). Am Nachmittag unternahmen wir in zwei Gruppen dann eine Schnitzeljagd auf dem unmittelbar an Schmochtitz vorbeiführenden Jakobsweg.

Samstagabend traf dann Pfarrer Gaar bei uns ein. Nach einem gemeinsamen Kegeln führte er Kinder und Erwachsene unter dem Thema "Trau deiner Sehnsucht mehr als deiner Verzweiflung" in die Zusammenhänge von Märchen und christlichem Glauben ein. Mit einem indianischen, einem norwegischen und einem italienischen Märchen zeigte er uns, dass Märchen immer zwei Hauptthemen haben: Das eine Thema ist der eigene Weg: Niemand von uns weiß, wohin das eigene Leben führt, und doch müssen wir den eigenen Weg wagen. Du mußt Deinen Weg gehen!  Das andere Thema ist der Kampf mit den wahrscheinlich stärksten Erfahrungen, die wir machen: mit der Liebe und mit dem Tod.

In gemütlicher Runde saßen wir noch bis Mitternacht zusammen und tauschten uns darüber aus, wie Märchen als Deutungen des Lebens zu verstehen sind und wie sie durch ihre “Botschaften” mit dem christlichen Glauben verbunden werden können.

Am Sonntagmorgen feierten wir gemeinsam Gottesdienst in der Scheune unter dem Thema "Gott setzt den Rahmen und wir müssen ihn ausfüllen". Im schattigen Park werteten wir dann  in geselliger Runde unser Wochenende aus, machten Pläne fürs nächste Jahr und ließen so die gemeinsame Zeit ausklingen.

Werner Sommer