Orgel

Orgelbaufirma Gebr. Jehmlich, Dresden

11.07.1909: Weihe der Orgel

3 Manuale, 37 Register

2668 Pfeifen

Die hundertjährige Jehmlich-Orgel in der Herz-Jesu-Kirche

Zum Jubiläum der Orgelweihe am 12. Juli 2009

von Christoph Schumann

Diesmal nun sind alle Liebhaber klassischer Orgelklänge zu einer besonderen Veranstaltung eingeladen: die Jehmlich-Orgel der Herz-Jesu-Kirche hat das Alter von 100 Jahren erreicht. Von Kriegen, Katastrophen und nachkonziliaren Prozessen verschont, besteht sie heute als wertvolles Zeugnis des Orgelbaus ihrer Zeit. Mit ihren klanglichen Eigenschaften und in ihrer besonderen Konstruktion - die Pfeifen der 37 Register stehen auf pneumatischen Kegelwindladen - gilt sie im Dresdner Raum als Unikat.

Anlässlich des Jubiläums ist es mir ein Bedürfnis, der Leitung und den Mitarbeitern unserer Orgelbaufirma Jehmlich Orgelbau Dresden GmbH sehr herzlich zu danken. Gern erinnere ich mich, dass sie stets schnellstmöglich zur Stelle waren, um kleinere und größere Pannen sehr kompetent zu beheben. Diese ständige Hilfeleistung ist unerlässlich bei einem so störanfälligen Instrument wie unserer Orgel, die der ständigen Kontrolle und Pflege durch verlässliche Fachleute bedarf.

Meine Erfahrungen mit der „jubilierenden“ Orgel - und das Publikum wird sie teilen - haben ergeben, dass deutsche Komponisten des 19. Jahrhunderts in sehr verschiedenen Stilrichtungen auf dem Instrument besonders gut zur Geltung kommen.

Technische Informationen

Die romantische Orgel, von der Landesältesten Veronika Fischer gestiftet, wurde 1909 von den Gebrüdern Jehmlich erbaut. Die Orgel hat eine pneumatische Traktur und Kegelwindladen. Sie hat 37 Register, die auf drei Manuale und Pedal verteilt sind. In den seitlichen Prospektfeldern sind 34 Pfeifen aus den Registern Prinzipalbaß 16′, Oktavbaß 8′ und Prinzipal 8′ angeordnet.

Bei einer sechs Monate dauernden Restaurierung 1990 durch die Fa. Jehmlich wurde keine eventuell in Betracht gezogene Dispositionsänderung vorgenommen. Eine größere Reparatur der Orgel im Juni 2006 ergab weitere klangliche Verbesserungen.

 

 Die Orgel hat folgende Disposition:

 

I Hauptwerk C–a3


 

1.

Bordun

16′

2.

Prinzipal

8′

3.

Konzertflöte

8′

4.

Quintatön

8′

5.

Gambe

8′

6.

Dolce

8′

7.

Oktave

4′

8.

Rohrflöte

4′

9.

Oktave (aus Nr. 10)

2′

10.

Kornett III–V

11.

Mixtur IV

12.

Trompete

8′

 
 

II Schwellwerk C–a3


 

13.

Gedackt

16′

14.

Prinzipal

8′

15.

Rohrflöte

8′

16.

Salicional

8′

17.

Flöte

4′

18.

Gemshorn

4′

19.

Piccolo

2′

20.

Mixtur IV

21.

Oboe

8′

 
 

III Schwellwerk C–a3


 

22.

Geigenprinzipal

8′

23.

Fernflöte

8′

24.

Lieblich Gedackt

8′

25.

Viola

8′

26.

Aeoline

8′

27.

Vox coelestis (ab c0)

8′

28.

Spitzflöte

4′

29.

Oktave

2′

 
 

Pedal C–f1


 

30.

Prinzipal

16′

31.

Subbass

16′

32.

Gedacktbass (= Nr. 13)

16′

33.

Quintatönbass

16′

34.

Oktavbass

8′

35.

Dolcebass (= Nr. 25)

8′

36.

Posaune

16′

37.

Trompete

8′

 
  • Koppeln: 6 Normalkoppeln, Superoktavkoppel I/I, II/I, II/II, Suboktavkoppel III/II.
  • Spielhilfen: 4 feste Kombinationen (p, mf, f, ff = Tutti), 2 freie Kombinationen, Crescendowalze, automatische Pedalumschaltung, Absteller für Walze, Handregister, Zungenregister, Koppeln.

 Quelle: Wikipedia